In Deutschland gewinnt Geflügel immer mehr an Bedeutung; das Fleisch ist fettarm und in der modernen Küche sehr beliebt. Es gibt heutzutage in Deutschland mehr Geflügel als Einwohner:114,6 Mio Hühner, 10,9 Mio Truthühner, 2,6 Mio Enten und 0,3 Mio Gänse. Die Anzahl der Legehennen und Broiler ist – jeweils einschließlich der zur jeweiligen Nutzung bestimmter Küken - mit 48 % und 52 % nahezu gleich groß. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand Sep. 2008). Die Tendenz für die nächsten Jahre wird positiv eingeschätzt. Die Bestandszahlen für Broiler und Puten wie auch für Legehennen sollen nach Expertenmeinung bis 2015 weiter ansteigen und dem seit Jahren steigenden Geflügelfleischverzehr bzw. relativ konstanten Eierkonsum begegnen.
In Deutschland produziertes Geflügelfleisch und Eier aus deutschen Betrieben stehen für hohe Qualität und tiergerechte Haltung. Dies wird durch das bereits seit 01.01.2010 bestehende Käfighaltungsverbot bei Legehennen unterstrichen. Allerdings können auch in den hiesigen Haltungsformen Gesundheitsprobleme wie Infektionen der Atemwege oder des Magen-Darm-Traktes auftreten. Diese gilt es, mit zielgerichtet und korrekt eingesetzten Medikamenten zu bekämpfen, um die Qualität der Produktion und die Rentabilität für den Produzenten zu erhalten.